Man benötigt:
Man sticht mit einem Schraubenzieher ein Loch in die Mitte des Deckels. Anschließend wird das Loch mit Filterwatte „verstopft“.
Dies dient erstens dazu, dass das Glas im Dampfdrucktopf durch den Überdruck nicht kaputt geht und zweitens zum Gasaustausch.
Sollte man die Gläser direkt mit einer Sporenspritze beimpfen wollen, werden zusätzlich vier kleine Löcher in den Deckel gemacht und anschließend mit gutem Klebeband wieder verschlossen.
Ist die Körnerbrut kontaminiert, kann man alles wegwerfen.
Anhand dieses Beispiels wird die Herstellung von Körnerbrut mit Roggen erklärt. Selbstverständlich kann man Körnerbrut auch aus Hirse, oder anderen Getreidesorten herstellen.
Anschließend kommen die Gläser an einen möglichst sterilen Ort zum Abkühlen.
Folgendes nur in absolut steriler Umgebung!
Beimpfen mit Myzel (von einer Petrischale)
Mit einem Skalpell schneidet man sich ein Stück des bewachsenen Nährbodens heraus.
Nun öffnet man das Roggenglas und wirft das Agar-Myzel-Stück hinein. Schütteln – fertig! Man sollte hierbei noch aufpassen, dass das Agarstück nicht mit der bewachsenen Seite am Glas kleben bleibt.
Deckel nur ein wenig anheben und so schnell wie möglich wieder verschließen!
Die Kanüle wird zur Rotglut gebracht, der Klebestreifen am Deckel wird gelöst und ein wenig Sporenlösung in das Glas gespritzt. Anschließend wird das Loch wieder verklebt. Dies machen wir an allen vier Löchern – fertig!
Je nach Pilzart und Zustand der Sporen kann es einige Tage bis Wochen dauern, bis die ersten Ergebnisse sichtbar sind.